A Part of Everything - Winter 2025/26
A Part of Everything – das war das Wintersemester 2025/26 im Düsseldorfer Medichor
Neubeginn. Oktober 2025. Voller Hörsaal 3A. Professor:innen in weißen Kitteln, die rund 450 neue Medizinstudierende in Düsseldorf willkommen heißen.
Neubeginn. Neuer Lebensabschnitt. Neue Leute. Neues Ich?
Und dann: Musik! Studierende in schwarzen T-Shirts. Das sind wir, der Medichor der Heinrich-Heine-Universität bei unserem allerersten Auftritt im neuen Semester! „Dance The Night“ und „Viva La Vida“. Willkommen in Düsseldorf, liebe Erstis!
„Wenn ihr Lust habt, schaut doch gerne bei unserer nächsten Probe am Donnerstag vorbei – bei uns kann man nicht nur singen, sondern auch Freund:innen und einen Ausgleich zum Studium finden!“
Ähnlich wie Medizinstudierende am Anfang des Studiums erfinden wir uns auch im Medichor Semester für Semester musikalisch neu – Chorstücke werden vorgeschlagen, diskutiert, ausgewählt. Welches Motto sollen die Abschlusskonzerte haben? Vorstandssitzungen, Treffen des musikalischen Teams – jedes Semester ist eine große, aber eingespielte organisatorische Aufgabe, vieles passiert hinter den Kulissen.
Und dann: Proben, proben und nochmal proben. Jeden Donnerstagabend in einem der 2er Hörsäle, an zwei Probentagen und an einem Probenwochenende in der Jugendherberge Lindlar. Das Wochenende („ProWo“) ist ganz besonders beliebt – aus musikalischer Sicht, weil dort am meisten zusammenhängende Probenzeit zur Verfügung steht. Aber noch viel wichtiger: Die Chorsänger:innen können sich untereinander besser kennenlernen - gemeinsames Musikmachen, viel Lachen, Ausgleich zum Alltag in Studium oder Beruf, Knüpfen von Freundschaften.
Freitag, 30. Januar 2026, Hörsaal 3A. Gerade ist die letzte Vorlesung des Tages vorbei, einige Studierende verlassen noch schnell den Hörsaal. Schon werden Podeste geschleppt, Scheinwerfer aufgehängt und Mikrofonständer platziert. Zwei Techniker verlegen Kabel Meter um Meter durch den Hörsaal. Ein schwarzer Konzertflügel wird hereingerollt.
„Einsingen beginnt gleich in Hörsaal 3C, wir machen hier jetzt noch schnell Instrumental-Soundcheck!“
Das ist jetzt unsere Bühne, unser Medichor-Wohnzimmer für zwei Abende.
Hörsaallicht aus, Scheinwerfer an – gleich geht es los. Freunde, Familie, Komilliton:innen, Dozent:innen und noch viele andere sind in den Hörsaal gekommen. Vorfreude.
Wir singen „Nur ein Wort“ (Wir sind Helden) und „Apple Tree“ (AURORA). „Indigo“ (Provinz, Arr. Lena Frye) und „I Found“ (Amber Run, Arr. Hannah Kleine) sind sogar von Sängerinnen unseres Medichores eigens für die Konzerte arrangiert worden.
„I/O“ (Peter Gabriel) zum Schluss: Alles ist miteinander verbunden, die Menschen mit der Welt, dem Universum und der Natur. So wie auch wir im Chor miteinander verbunden sind. Jede Stimme bringt etwas Einzigartiges mit und aus dem Beitrag Einzelner entsteht etwas Neues, Größeres: Der Chorklang. Und der verbindet uns wiederrum mit unserem Publikum.
„I’m just a part of everything.”
Applaus. Viel Applaus. Und wir sind stolz, was wir als Studierende bewegt und auf die Beine gestellt haben. Und da ist Dankbarkeit – Dankbarkeit für alle, die unser Projekt so treu unterstützen. Dankbarkeit für unsere besondere Gemeinschaft.
„Zugabe, Zugabe, Zugabe“ ruft das Publikum immer lauter und klatscht rhythmisch dazu. Das lassen wir uns nicht zweimal sagen.
„Alle Medichor-Alumni bitte mit auf die Bühne für unser letztes Stück!“
Mit „Celebration“ verabschieden wir uns von den vergangenen, bewegenden Monaten und in die Semesterferien. Und schon ab April werden wir uns wieder neu erfinden.
Text: Lennart Burger